Homöopathie-ABC
Heilpraktikerin Berlin: Klassische Homöopathie und Klopfakupressur
“Wähle, um sanft, schnell, gewiss und dauerhaft zu heilen,
in jedem Krankheitsfalle eine Arznei,
welche ein ähnliches Leiden (homoion pathos)
für sich erregen kann, als sie heilen soll!”(Samuel Hahnemann)
Homöopathie-Glossar
Ähnlichkeitprinzip
Der Kern der Homöopathie: Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden! Eine Substanz, die bei einem gesunden Menschen charakteristische Symptome hervorruft, soll ähnlichen Symptomen bei einem erkrankten Menschen entgegenwirken. Allium cepa (die Küchenzwiebel) wird homöopathisch oft bei Fließschnupfen mit brennenden, tränenden Augen eingesetzt, ähnliche “Symptome”, wie sie beim Schneiden einer Zwiebel auftreten. Erst, wenn dieses Kriterium der Ähnlichkeit erfüllt ist, wird eine Substanz zu einem Arzneimittel im homöopathischen Sinne!
Allopathie
Hahnemannns Bezeichnung für eine Medizin, die versucht, eine Beschwerde durch eine Gegenmaßnahme zu heilen, zum Beispiel durch den Einsatz von Antibiotika oder Antimykotika.
Antidot
Substanz, die die Wirkung eines homöopathischen Mittels schwächt oder aufhebt. Welche Substanz bei wem antidotierend wirkt, kann nicht vorhergesagt werden, daher wird oft rein vorsorglich geraten, “berüchtigte” Antidote zumindest am Anfang zu meiden.
Arzneimittelprüfung
Placebokontrollierter Doppelblindversuch, bei dem gesunde Probanden eine homöopathische Substanz so lange einnehmen, bis sie Symptome entwickeln. Die subjektiven und objektiven Veränderungen, die während dieser Prüfung auftreten, werden sorgfältig notiert und ausgewertet und finden – wenn sie sicher genug bestätigt sind – Eingang in die Materia Medica und in das Repertorium.
Eine unfreiwillige Form der Arzneimittelprüfung kann bei zu langer und/oder zu häufiger unsachgemäßer Einnahme eines homöopathischen Mittels auftreten.
Diathese
Neigung zu bestimmten Erkrankungen, sozusagen unsere angeborenen “Schwachstellen”, man spricht z.B. von harnsaurer oder hämorrhagischer Diathese etc. Vgl. genetische Disposition.
Disposition
Anfälligkeit für bestimmte Erkrankungen; genetische bzw. familiäre Disposition: angeborene Anfälligkeit für bestimmte Erkrankungen; erworbene Disposition: Krankheitsneigung, die sich im Laufe des Lebens entwickelt, z. B. durch den dauerhaften Kontakt mit Umweltgiften oder aufgrund bestimmter Lebensgewohnheiten; ferner spricht man noch von alters- und geschlechtsbedingter Disposition.
Erstreaktion
Kurzzeitige Verschlechterung der aktuellen Symptomatik, die hin und wieder in den erste Tagen nach Einnahme des Mittels auftreten kann. Ein in der Regel positives Zeichen, das auf die richtige Mittelwahl hindeutet. Eine Anpassung in Dosis und/oder Potenz kann die Erstreaktion verhindern oder wesentlich abmildern. Ggf. muss das Mittel eine Zeit lang ausgesetzt werden, damit die Symptome rascher abklingen können.
Globuli
Singular: Globulus; gängige Darreichungsform eines homöopathischen Arzneimittels; Zuckerkügelchen (Saccharose), die mit dem jeweiligen homöopathischen Arzneimittel benetzt sind.
HAB
Deutsches Homöopathisches Arzneibuch (HAB); offizielles “Rezeptbuch” für die Herstellung homöopathischer Arzneimittel.
Hierarchisierung
Auf die Mittelwahl haben die einzelnen Symptome unterschiedlich großen Einfluss. Besonders wichtig für die Mittelfindung sind die individuellen, charakteristischen und auch außergewöhnlichen Symptome. Die pathognomonischen Symptome haben vergleichsweise wenig Gewicht.
Komplexmittel
Mischungen verschiedener homöopathischer Mittel, die ein bestimmtes Krankheitsbild ansprechen sollen, zum Beispiel Reiseübelkeit oder Blasenbeschwerden. Komplexmittel haben mit klassischer Homöopathie nichts zu tun.
Konstitutionsbehandlung
Jede klassisch homöopathische Behandlung ist im Grunde eine Konstitutionsbehandlung, d.h. eine Behandlung, in der nicht nur die aktuelle Symptomatik berücksichtigt wird, sondern die gesamte Krankengeschichte und die individuelle Persönlichkeit. Die allerwenigsten Menschen brauchen im Laufe ihres Lebens immer ein und dasselbe “Konstitutionsmittel”.
Lebenskraft
vitalistischer Ansatz; die ordnende Kraft, durch die sich u.a. belebte Materie von unbelebter unterscheidet. Hahnemann nennt sie Dynamis.
Materia Medica
Arzneimittellehre; Zusammenstellung und detaillierte Beschreibung homöopathischer Arzneimittel.
Miasma
Wichtiger Teil der homöopathischen Krankheitslehre. Ein Miasma würde man heute wohl am ehesten (aber nicht ganz treffend) als Krankheitsdisposition bezeichnen. Jedes Miasma hat seine eigene Ausdrucksform und Charakteristik. Vor allem in der Behandlung chronischer Erkrankungen ist die Berücksichtigung der miasmatischen Ebene für die Mittelwahl, für das Verständnis der Krankheitsdynamik und zur Einschätzung des Behandlungsverlaufs wichtig.
Modalitäten
Umstände und Einflüsse, die das Befinden verschlechtern oder verbessern. Homöopathisch gesehen gewinnt ein Symptom an Gewicht, wenn klare und zuverlässige Modalitäten damit verbunden sind.
Nosode
Nosoden sind homöopathische Arzneimittel, die aus (sterilisierten) Krankheitserregern oder deren Produkten hergestellt wurden. Nosoden sind vor allem für die miasmatisch-chronische Behandlung wichtig.
Organon
Das Organon der Heilkunst von Samuel Hahnemann ist auch heute noch das erste und wichtigste Grundlagen- und Regelwerk der Homöopathie.
Palliation
Eine palliative Behandlung zielt auf eine Linderung der Symptomatik ab, nicht auf Heilung. Kennzeichnend für die Palliation ist, dass nach Absetzen der Medikation bzw. nach Behandlungsende die Symptomatik zurückkehrt, teilweise heftiger als zuvor. Homöopathisch gesehen wirkt praktisch jede schulmedizinisch-medikamentöse Behandlung im besten Fall palliativ, im ungünstigsten Fall unterdrückend.
pathognomonische Symptome
Pathognomonische Symptome sind die für eine Erkrankung typischen Symptome, z.B. der typische Hautausschlag bei bestimmten Kinderkrankheiten oder der für einige Erkrankungen typische Fieberverlauf. Darüber hinaus entwickelt aber jeder erkrankte Mensch noch seine ganz persönliche Symptomatik. Für die Mittelfindung sind vor allem die individuellen und charakteristischen Symptome entscheidend, die pathognomonischen Symptome sind dagegen zweitrangig.
Die Potenzierung
Ein homöopathisches Mittel wird potenziert (dynamisiert) verabreicht. Die Potenzierung besteht einerseits aus der stufenweisen Verdünnung des Ausgangsmaterials, die ermöglicht, dass auch giftige Substanzen gefahrlos als homöopathische Arzneimittel eingenommen werden können, und darüber hinaus aus der Verreibung bzw. Verschüttelung, wodurch sich die immaterielle Information, die einer Substanz innewohnt, sich klarer entfalten kann. Hahnemann erkannte, dass durch das Potenzieren auch Stoffe, die im “Rohzustand” arzneilich unwirksam sind, z.B. Bärlappsporen (Lycopodium), eine tiefe arzneiliche Wirkung entfalten. Die Arzneimittelwirkung wird also mit jedem Potenzierungsschritt kraftvoller, auch wenn materiell immer weniger vom Ausgangsstoff in dem Mittel vorhanden ist.
Bei einer Verreibung (Trituration) nach Hahnemann wird die Arzneimischung eine Stunde lang gründlich im Porzellanmörser vermischt, um ein potenziertes Arzneimittel herzustellen. Auf diese Weise werden z.B. unlösliche Rohstoffe wie Metalle bis zur C3 bzw. C4 verrieben. Ab dieser Potenzierungsstufe lassen sich alle Substanzen (auch vorher unlösliche) verschütteln.
Bei der traditionellen Verschüttelung wird das Fläschchen mit der flüssigen Arzneimischung zehn- bzw. einhundertmal energisch auf eine feste Unterlage geschlagen.
Repertorium
Nachschlagewerk, in dem Symptome und Modalitäten sowie die dazugehörigen Arzneimittel aufgelistet sind; wichtiges Hilfsmittel für die Arzneimittelfindung.
Simile
Das homöopathische Mittel, das der Gesamtsymptomatik am ehesten entspricht, ist das Simile – das dem Beschwerdebild ähnliche Mittel.
Symptomunterdrückung
Der Versuch, Krankheit durch die Unterdrückung von Symptomen zu heilen, lässt sich homöopathisch gesehen gut vergleichen mit dem Erschießen des Boten, ohne sich um dessen Botschaft zu scheren. Symptome sind homöopathisch gesehen der individuelle Ausdruck unserer aus dem Gleichgewicht geratenen Lebensenergie und hinweisend auf das passende homöopathische Mittel.
Werden Symptome, zum Beispiel Fieber oder ein Hautausschlag, leichtfertig unterdrückt, kann sich das homöopathisch gesehen konstitutionell schwächend auswirken.
Totalität der Symptome
Ein Mensch, der beispielsweise unter chronischen Kopfschmerzen, Arthritis und einer ungewöhnlich starken Angst vor Gewittern leidet, wird diese Beschwerden vielleicht gar nicht unbedingt als zusammengehörig wahrnehmen. Homöopathisch aber ergeben diese Beschwerden zusammen mit vielen weiteren – vermeintlich unzusammenhängenden – individuellen Besonderheiten und Symptomen die charakteristische Gesamtsymptomatik, die für die Mittelwahl wichtig ist.
Urtinktur
Die Urtinktur ist die noch unpotenzierte flüssige Zubereitung eines homöopathischen Mittels, aus der die folgenden Potenzen hergestellt werden.
Heilpraktikerin Berlin: Homöopathie und Klopfakupressur (EFT u.a.)
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