Angst vor der Schule

Mit Bauchschmerzen in die Schule

Schulangst ist vergleichbar mit einer Angst vor dem Arbeitsplatz. Stellen Sie sich vor, Sie müssten Tag für Tag eine Arbeit antreten, mit der Sie sich kognitiv und emotional überfordert fühlen. Stellen Sie sich vor, Sie müssten jeden Tag fieses Mobbing, Demütigungen, verbale und körperliche Angriffe von Ihren Kollegen oder Vorgesetzten ertragen. Eine solche Situation macht unglücklich und früher oder später sogar krank, und Kinder, die meist über weniger Ressourcen verfügen, leiden darunter natürlich noch viel mehr.

An diesem Beispiel erkennen Sie schon, dass Schulangst nicht nur die Leistungsebene betrifft, obwohl sich hier die Auswirkungen der Angst vor der Schule oft besonders gravierend zeigen. Schulangst betrifft vielmehr sehr oft die Ebene des sozialen Miteinanders, das Verhältnis zu den Mitschülern und den Lehrern, aber auch familiäre Themen können Schulangst triggern.

Schulangst nagt am Selbstbewusstsein Ihres Kindes

Nicht jedes Kind, das schlechte Schulnoten nach Hause bringt, leidet unter Schulangst. Manche Kinder stecken schlechte Noten sogar prima weg, besser als es ihren Eltern lieb ist. ;-)

Aber Kinder, die Angst vor der Schule haben, tragen diese Angst natürlich über die Zeit in der Schule hinaus mit sich herum. Schon am Wochenende machen sie sich Sorgen vor der neuen Schulwoche und auch in der Ferienzeit bekommen sie Bauchschmerzen, wenn sie an den nahenden Schulbeginn denken.

Schulangst vermiest Ihrem Kind also nicht nur die Zeit in der Schule, was schon schlimm genug ist, sondern auch die freie Zeit außerhalb der Schule. Außerdem nagt diese Angst ganz erheblich am Selbstbewusstsein Ihres Kindes, denn anders als die Angst vor einer Spritze beispielsweise, betrifft die Schulangst einen erheblichen Teil des Lebens Ihres Kindes und wirkt sich natürlich intensiv auf die Selbstwahrnehmung und Identität Ihres Kindes aus.

Schulangst blockiert!

Darüber hinaus wirkt sich Schulangst natürlich auch auf die Leistung Ihres Kindes aus. Angst blockiert. Das weiß jeder, der unter Prüfungsangst oder anderen Leistungsängsten leidet. Während aber Schüler mit reiner Prüfungsangst im regulären Unterricht oft ohne Ängste ihre Leistungen zeigen, sind Schüler mit Schulangst bereits im normalen Unterricht oft so sehr blockiert, dass sie irgendwie immer unterhalb ihres eigentlichen Könnens bleiben.

Nun will ich nicht den Eindruck erwecken, dass Schulleistungen das Wichtigste im Leben sind. Ganz im Gegenteil, meine Aufgabe ist es, Ihnen und Ihrem Kind zu helfen, eine möglichst entspannte Schulzeit zu erleben, unabhängig von den schulischen Leistungen. Diese verbessern sich in vielen Fällen quasi ganz nebenbei mit, sobald das Kind seine Schulangst überwunden hat und dem Unterricht wieder ohne Angst konzentriert folgen kann. Daher ist es in vielen Fällen von Schulangst (und auch von Prüfungsangst) wenig sinnvoll, das Kind sofort und in erster Linie mit Nachhilfeunterricht zu „bestrafen“. Die Wissenslücken lassen sich nämlich ohne Angst und mit gesundem Selbstvertrauen wesentlich leichter schließen.

So helfe ich Ihnen und Ihrem Kind bei Schulangst

Zuerst einmal gehen wir den Ursachen auf den Grund, damit wir überhaupt wissen, wo wir anfangen und eine sachgerechte Lösung finden. Allein ist Ihr Kind mit dieser Aufgabe überfordert. Viele Eltern wissen noch nicht einmal, dass ihr Kind Angst vor der Schule hat, weil es nicht von sich aus über seine Ängste spricht. Vielleicht druckst es herum oder hat plötzlich vor der Schule öfters Bauchschmerzen. Nehmen Sie diese Warnsignale ernst.

Schulangst ist keine Bagatelle. Bei Schulangst handelt es sich nicht um die Angst vor einem einzelnen Ereignis wie etwa einer Schulaufführung, obwohl man natürlich auch an diesem Thema wunderbar klopfen kann. Schulangst schränkt die Lebensqualität Ihres Kindes massiv ein.

Ich arbeite hauptsächlich mit der Klopftherapie oder Klopfakupressur. Sie finden auf meiner Webseite umfangreiche Informationen zu dieser Methode, deswegen gehe ich an dieser Stelle nicht weiter darauf ein. Die Klopftherapie ist meiner Erfahrung nach eine der hilfreichsten und verlässlichsten Methoden, wenn es um die Arbeit an Ängsten und Leistungsblockaden geht. Vor allem für Kinder ist diese Methode toll, weil sie sie einerseits selbst anwenden können, was das Gefühl der Selbstwirksamkeit erhöht und damit zusätzlich das Selbstvertrauen stärkt, und weil sie wenig „psychologisch“ wirkt, sondern ganz pragmatisch genau da ansetzt, wo der Schuh drückt.